Über unsere Loge - Zahlen, Fakten und Gebräuche

Unsere Loge wurde am 8. November 1776 gegründet und feierte am 15. Nov. 2016 ihr 240. Stiftungsfest und ihr gehören zur Zeit 15 Brüder an. Der Goldene Pflug befindet sich in der Weltbruderkette der Freimaurer, der mehr als 6 Millionen Brüder angehören. Eingedenk Ihrer einenden Geisteshaltung nennen sich die Mitglieder der Loge "Bruder", so wie es unter Brüder Freimaurern ebenfalls weltweit Tradition ist.
 
Wie sie aus der Alterstruktur erkennen können, ist Freimaurerei für jedes Alter interessant: Das Alter der Brüder unserer Loge beginnt bei 30 Jahren und reicht bis hin in das hohe Alter von 80 Jahren. Als ob diese weitreichende Alterspanne nicht schon genug wäre, kommen die Brüder auch noch aus den unterschiedlichsten beruflichen Richtungen.
 
Vertreten unter anderem sind:
Bauingenieure
Busfahrer
Diplom Kaufleute
Diplom Pädagogen
Facharzt für Neurologie und Psychologie
Geschäftsführer im Vorstand
Malermeister
Selbständige Unternehmer
 
Ihre Wohnorte sind auf das gesamte Stadtgebiet und auf das Umland Brandenburgs verteilt.
 
Der Treffpunkt für unsere Arbeiten oder einem lockeren "brüderlichen Beisammensein" ist meistens der dritte Dienstag im Monat in der Peter-Lenné-Straße 1/3. Das dortige Ordenshaus ist gleichzeitig der Sitz der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD). Wie in der Geschichte der Freimaurerei beschrieben, wird dabei in den drei Graden der Johannis Loge gearbeitet: Lehrlingsgrad (I. Grad); Gesellengrad (II. Grad) und Meistergrad (III. Grad). Diese Grade werden im Orden auch Erkenntnisgrade genannt, weil man sich in diesen Graden je nach Erkenntnis weiter und vertiefend mit den Inhalten der Freimaurerei beschäftigt. Im Aufbau des Ordens gibt es noch die Andreas Loge und das Kapitel. Auch hier sind die Grade in Erkenntnisstufen eingeteilt und führen auf diesem Weg zu einen höheren Licht; in Liebe. Insgesamt gibt es in unserem bearbeiteten, schwedischen System 10 Grade.
 
 
Bei den Arbeiten werden Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen gehalten, über welche danach an der weißen Tafel diskutiert werden kann und dabei der Inhalt weiter vertieft wird. Jeder Bruder hat das Recht und die Möglichkeit, Vorträge zu halten. Es findet also im wahrsten Sinne "Arbeit" durch das Befassen und Auseinandersetzen mit verschiedenen Themen statt. Da dies jeden Bruder betrifft, findet auch hier der freimaurerische Grundsatz Berechtigung "Gleichheit ohne Gleichmacherei".
 
Durch die beruflichen Mischung der Bruderschaft werden die unterschiedlichsten Themen angesprochen, wobei auch hier gilt, dass parteipolitische Diskussionen nur außerhalb des Ordenshauses stattfinden sollten, da diese durch verschiedenste Ansichten schnell ein deftiges Streitgespräch ausarten können und die harmonische Zusammenkunft und Kontemplation stören würden. Sämtliches Profane, wie beispielsweise das Geschäftliche gehören ebenfalls nicht in das Ordenshaus, sondern können, so das Bedürfnis vorhanden ist, von Bruder zu Bruder bei passender Atmosphäre außerhalb diskutiert werden. Unsere Arbeiten dienen der innerlichen Vervollkommnung und der Entspannung vom Alltag und bilden eine Art Ruhepol.
 
Jeder Bruder aber kann, darf und soll seine Meinung ungehindert ausdrücken können, wofür in der Freimaurerei der Toleranzgedanke steht und diesem Denken Ausdruck verleiht. Diesen Gedanken hat die Freimaurerei durch jeden einzelnen Bruder seit ihrer Existenz verteidigt und wo er noch nicht vorhanden war, seine Einführung angestrengt oder bei dieser zumindest mitgewirkt.
 
Voraussetzung zu einem Eintritt in den Orden und die Loge „Zum Goldenen Pflug“ ist der Glaube an die Lehre Jesu Christi wie diese in der Bibel, die Heilige Schrift, vermittelt wird. Wir Brüder Freimaurer sind völlig dogmen- und bekenntnisfrei, der alleinige Inhalt der Bibel ist die Grundlage unseres Handelns und unserer Einigkeit. Es werden weder Predigten abgehalten noch werden Zwänge, wie Beichten o.ä.  auferlegt. Der "gute Ruf" eines "freien Mannes" ist gleichfalls Voraussetzung, um in den Orden aufgenommen zu werden. Ein Herr der Interesse zeigt, in den Orden aufgenommen zu werden, wird als „Suchender“ oder einfach nur Interessent bezeichnet. Ein Suchender sollte das Mindestalter von 26 Jahren haben; jedoch werden heute nach sorgfältiger Prüfung schon Ausnahmen gemacht, und jüngere Herren zum Bruder aufgenommen. 
 
Dabei ist anzumerken, dass einer Aufnahme in den Orden eine Zeit bedingt, in der der „Suchende“ und die Bruderschaft sich gegenseitig kennen lernen müssen. Dazu werden von unserer Seite Gespräche und auch Gästeabende angeboten. Dort können Sie die Brüder auch "in natura" kennen lernen und sich Informationen holen, Fragen stellen und Ihre allgemeine Neugierde befriedigen.
 
Am Ende steht dann für den Interessenten die Entscheidung durch einen Aufnahmeantrag seine Bereitschaft zu bezeugen in den Orden aufgenommen zu werden. Diese Entscheidung sollte sehr wohl überlegt sein, denn im allgemeinen ist die Aufnahme in den Orden für ein ganzes Leben gedacht.
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